Piktogramme und Informationsdesign machen Verpackungen auf einen Blick verständlich: Sorte, Anwendung, Eigenschaften und Vorteile werden visuell codiert statt textlich erklärt. Gute Systeme senken die Entscheidungszeit am Regal und funktionieren über Sprachgrenzen hinweg.
Warum sind Piktogramme am Regal so wirksam?
Weil niemand am Regal liest: Kaufentscheidungen fallen in Sekunden, und Bilder werden um ein Vielfaches schneller verarbeitet als Text. Ein gutes Piktogramm beantwortet die Kundenfrage – Welche Sorte? Für welchen Zweck? – ohne ein einziges Wort.
Was macht ein gutes Piktogramm-System aus?
- Einheitliche Formensprache über das ganze Sortiment
- Selbsterklärend ohne Legende
- Skalierbar von der Kleinstpackung bis zum Display
- Erweiterbar für neue Sorten und Eigenschaften
- Abgestimmt auf Markenauftritt und Druckverfahren
Wo endet Information, wo beginnt Überfrachtung?
Bei der Hierarchie: Erst Marke, dann Sorte, dann Nutzen, dann Detail. Verpackungen scheitern selten an zu wenig Information – fast immer an zu viel Gleichzeitigkeit. Gutes Infodesign ist vor allem die Kunst des Weglassens und Ordnens.
Häufige Fragen
- Müssen Piktogramme genormt sein?
- Pflichtkennzeichnungen ja – markeneigene Orientierungssysteme nicht. Gerade dort liegt die Chance zur Differenzierung mit eigener Formensprache.
- Funktionieren Piktogramme international?
- Gut gestaltete ja – das ist ihr großer Vorteil bei Export-Sortimenten. Kulturelle Lesarten sollten aber je Markt geprüft werden.
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